Theresa Hensch

Lokalinfo "Zürich 2" Nr. 11 vom 14. März 2002

Parteipräsidentin FDP 2 Theresa Hensch erreichte das Quartierziel.

«Wohin des Weges mit der FDP 2, Theresa Hensch?»

Der Wahlkampf um die Gemeinderatssitze ist geschlagen. Zeit, mit den Parteien im Kreis 2 eine Vorschau auf die nächsten vier Jahre des Politisierens zu halten.

Peter A. Hofer

Auch wenn der Wahlkampf um die Sitze in den Gemeinderat von Zürich keine allzu hohen Wellen schlug, am Tag der Auszählung waren doch alle Kandidatinnen und Kandidaten gespannt, ob sie den Sprung in die Legislative schaffen würden.

Was vor allem die Parteien interessierte, war, ob die bisherige Sitzzahl gehalten werden kann. Die FDP 2 mit ihrer Präsidentin Theresa Hensch kann aus ihrem Kreis nur das Beste berichten: Man kann, im Gegensatz zu anderen Quartieren, wo insgesamt sechs Mandate verloren gingen, wieder drei Politikerinnen in den Rat entsenden.

Wie und mit wem die FDP 2 in Zukunft politisieren, mit wem sie Koalitionen eingehen und was man für das Quartier erreichen will, wollte «Zürich 2» wissen.

Therasa Hensch, sind Sie mit dem Ergebnis der Wahlen zufrieden?

Sehr. Die Wählerinnen und Wähler haben uns wieder das Vertrauen ausgesprochen, wofür ich mich bedanken möchte. Somit können wir die bisherige Arbeit fortsetzen.

Für eine abschliessende Analyse ist es wahrscheinlich zu früh. Was sagen Sie im ersten Augenblick über die erzielten Stimmen?

Wir haben ein gutes Resulat erreicht, was sich aber in Mandaten aus Arithmetikgründen nicht auswirken konnte. Hätten wir zum Beispiel in den einzelnen Wahlkreisen mit der CVP und EVP Verbindungen eingehen können, sähe es für die FDP gesamthaft etwas anders aus.

Wo hat sich die FDP 2 in den letzten beiden Jahren im Gemeinderat durchgesetzt?

Wir haben uns nicht auf die Fahne geschrieben, im Rat möglichst viele Vorstösse zu machen und Reden zu halten. Viele Anliegen aus dem Quartier konnten direkt mit den Behörden behandelt und teilweise auch erledigt werden. Dies halte ich für den effizienteren Weg, als mit Interpellationen zu operieren.

Nun haben alle drei gewählten Gemeinderätinnen der FDP 2 eine volle Legislaturperiode vor sich. Wo werden Sie Gas geben?

Wir werden intensiv in den Kommissionen mitarbeiten. Wenn nötig, werden wir auch schriftliche Eingaben machen. Aber nur aus einer Profilierungssucht heraus werden wir uns im Rat nicht zu Wort melden.

Mit welcher Partei aus dem Kreis 2 könnten Sie am ehesten zusammenarbeiten?

Zuerst möchte ich festhalten, dass sich die zehn Gemeinderätinnen und Gemeinderäte aus dem Kreis 2 menschlich gut verstehen. Dass sachpolitisch Unterschiede bestehen ist klar. Zusammenarbeiten könnten wir mit allen Parteien, wenn man auf einen gemeinsamen Nenner kommt.

Wahlanalysten haben festgestellt, dass es der FDP Stimmen gekostet habe, dass man im Gemeinderat öfters mit der SP zusammengespannt hat. Teilen Sie diese Meinung?

Leider gab es sehr oft mit der SVP keinen Dialog, da sie sich als eine reine Oppositionspartei versteht. Für uns ist Politik mehr als Verhinderung, deshalb mussten wir teilweise auch mit anderen Parteien zusammenarbeiten.

Was haben Sie sich als Vertreterin des Kreis 2 vorgenommen?

Wenn es dringende Anliegen aus dem Kreis 2 gibt, dann haben diese bei mir natürlich Vorrang, bin ich doch von den Stimmberechtigten aus diesem Kreis gewählt worden. Ich werde mich zum Beispiel für die Verkehrssituation im Quartier einsetzen.

Es braucht Entlastungen, damit der Verkehr, der mit Wollishofen, Enge oder Leimbach nichts zu tun hat, sich nicht durch die Quartierstrassen quält. Verschlimmert wird die Verkehrssituation wahrscheinlich mit der Inbetriebnahme des Üetlibergtunnels. Bis dann müssen wir Lösungen für Umfahrungen finden. Eine Möglichkeit wäre der von der FDP unterstützte Seetunnel. Eine bald erscheinende Studie wird über deren Machbarkeit Aufschluss geben.

Der Gemeinderat wird die Kommissionen neu bestellen. Wo sehen Sie ihre Präferenzen?

Es würde mich freuen, wenn ich weiter in der Kommission für Einbürgerungsrichtlinien mitarbeiten könnte. Da stehen wichtige Entscheide an. Eine Frage ist zum Beispiel, wie lange jemand in Zürich wohnen muss, um eingebürgert zu werden. Um aufzuzeigen, wie verschieden die Auffassungen hier existieren : die SVP plädiert für zehn, die SP auf zwei und wir auf sechs Jahre. Hier ein Mittelmass zu finden ist sehr schwer.

Theresa Hensch, wir wünschen Ihnen alles Gute für Ihre politische Arbeit und dass Sie mit Ihren neun anderen Gemeinderätinnen und Gemeinderäte aus dem Kreis 2 sich für das Quartier einsetzen werden.